Berufsorientierung ist mittlerweile für alle Schulformen der Klassen 5 bis 10 zum festen Bestandteil von Unterricht geworden, das gilt vor allem für die Sekundarschule. Der Schwerpunkt liegt allerdings meistens in den Klassenstufen 7-10 mit dem verpflichtenden Betriebspraktikum. In wenigen Schulen wird die Berufsorientierung schon in früheren Klassenstufen vorbereitet, obwohl mittlerweile bekannt ist, dass der Prozess der Berufsorientierung bereits im Grundschulalter beginnt.
Berufsorientierung ist zunächst integrativer Bestandteil bestimmter Fächerr und Lernbereiche im Pflichtunterricht (Fächer Wirtschaft und Technik, Sozialkunde). Darüber hinaus enthält in Sachsen-Anhalt der Wahlpflichtunterricht (z.B. Moderne Medienwelten) viele wichtige Bausteine für die Berufsorientierung. Eher am Rande spielt die Berufsorientierung auch in Fächern wie Deutsch, Kunst oder in den Naturwissenschaften eine Rolle. Im AG-Bereich hingegen (z.B. in einer Schülerfirma) oder anlässlich von Projekttagen und außerunterrichtliche Veranstaltungen ist die Berufswahl in den Schulalltag integriert.
Nur in ganz wenigen Einzelfällen wird Berufsorientierung als ein für alle Fächer verbindlicher, fächerübergreifender Themenschwerpunkt bzw. als Schwerpunkt im Schulcurriculum bzw. -programm genannt. Ein Berufswahlpass ist in Sachsen-Anhalt - im Gegensatz etwa zu Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern - noch nicht eingeführt worden.
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